Samstag, November 21, 2009

Westf. Crossmeisterschaften

Ergebnisse

Man hätte meinen können es sei Frühling: bei milden 16Grad kam heute keiner der Athleten auf die Idee, ein langbeiniges oder langärmeliges Rennoutfit zu wählen.
Der Rundkurs war einigen schon von den Kreis-Crossmeisterschaften bekannt, diesmal wurde die Runde allerdings Meisterschaftsgerecht verlängert und führte in den angrenzenden Wald , wo die Macher des TUS Ende eine steile Rampe eingebaut hatten, die es (auf der Langstrecke) 6 x zu erklimmen galt.
Der Parcours hatte alles was einen Crosslauf ausmacht: wechselnde Bodenbeläge, lange flache Abschnitte über Gras und Wiese, befestigte Waldwege und trails, einige Kurven und Anstiege die Rythmuswechsel erforderten und ständige Aufmerksamkeit benötigten, sowie eine schnelle downhillpassage bei der Koordination und lange Schritte gefordert waren.
Die verhältnismässig moderate Siegerzeit des Hauptlaufs (Phillip Hövelmann in 37:18min) zeigte, dass der Kurs sehr anspruchsvoll war. Das ein Gros der Läufer bei Landesmeisterschaften nicht unter der 40min-Marke bei einem 10000m-Lauf bleiben ist nicht an der Tagesordnung.
Aus meiner Sicht verlief das Rennen unspektakulär.
Ich ordnete mich beim Start mal gleich hinten ein und lief den ersten km in 4:17min an. Da wusste ich schon, dass bestenfalls eine 42er Endzeit rauskommen könnte. Nach etwa 3,5km lief Andre Boshoff an mir vorbei, den ich noch vom TSV Herdecke-Lauftreff her kenne. Andre ist ein junger Bursche, schmal gebaut und klein mit klassischer Läuferfigur. Er wird jetzt von meinem alten Laufbuddie Florian Hanakam (TUS Breckerfeld) trainiert und macht seitdem gute Fortschritte.
Er hatte sich aber mit der Überholaktion etwas übernommen und ich konnte ihn eine Runde später wieder einholen und bin bergab mit langen Schritten direkt an ihm vorbeigeflogen. Ansonsten holte ich nur noch einen anderen Läufer vom MC Menden ein (BJ 1991, da habe ich mein Abi gemacht..) der nach 6500m nahezu völlig einbrach (die Jugend von heute...ts,ts,ts) Mit 44min auf den Kopf genau geht mein Resultat gut in Ordnung. Albert Balzert und JC feuerten mich fleissig an und mit noch 3 Runden to go, merkte ich, dass ich fette Blasen an den Fersen bekommen würde. Wann laufe ich auch schon mal mit Spikes? Vielleicht hätte ich die Socken auslassen sollen. 10km in Spikes sind nicht so angenehm. Ich habe den Lauf muskulär und insbesondere auch von meinem Problemfuß (rechts) her gut weggesteckt.
Nun hoffe ich dass ich keine Probleme mehr mit den Blasen beim Nikolauslauf haben werde - bin aber zuversichtlich was das angeht. Habe ja ganz gutes "Heilfleisch" :-)
Ich wurde 7. von 9. klassierten M35ern, aber das ist denn auch Wurscht.

Westfälische Crossmeisterschaften in Herdecke-Ende

Als ich heute morgen in die Teilnehmerliste der Westf.Crossmeisterschaften in Herdecke schaute, war ich schon überrascht, meinen Namen zu lesen. Eigentlich hatte ich die Information, dass mein Startpaß noch für die SGE Ergste lautet, aber scheinbar ist dem nicht mehr so. Ich bin startberechtigt für die LT Bittermark Dortmund und "darf" gleich die 10000m in Angriff nehmen.
Derzeit hadere ich mit meinem gewicht. Nach der Völlerei im letzten Urlaub habe ich gut zugelegt und muss diese Kilos nun mit mir rumschleppen :-(
Naja, vielleicht werde ich ja heute "der schnellste Bauch von Herdecke", wer weiß ?!
Auf Meisterschaften kann es für den "normalen" Athleten nur darum gehen, eine gute Leistung für seine Mannschaft abzuliefern und diese dann aufs Podium zu bringen.
Da ich heute Einzelkämpfer bin und vermutlich hinterherlaufen werde, sehe ich schon jetzt die Veranstaltung als Testwettkampf und Tempotraining für den Nikolauslauf an.
Schokolade und Bier werden nun rigoros vom Speiseplan gestrichen bis ich meine 65kg Renngewicht wieder erericht habe.
In diesem Sinne mache ich derzeit Sport um Abzunehmen :-(
Ich werde trotzdem Spaß haben heute, denn ein Rennen in Spikes ist immer eine spassige Sache !
Ergebnisse und Entschuldigungen folgen dann später - mein Start ist um 15:00Uhr.

Samstag, November 14, 2009

Elseyer Herbstwaldlauf - mein Bericht


(die Preise beim Herbstwaldlauf konnten sich schon immer sehen lassen; dieses Jahr gab es eine tolle Stirnlampe für AK-Gewinner)
Beim Einfahren auf den Parkplatz vom Kirchenbergstadion, Hagen-Hohenlimburg war ich doch etwas überrascht zu sehen, wieviele Läufer trotz des Regens angereist waren. Wahrscheinlich haben sich viele gedacht "Prima, es ist schlechtes Wetter - da kann ich mich gut platzieren!"
Eine halbe Stunde vorm Start des Hauptlaufs hatte der Regen aber aufgehört und es wurde sogar sonnig.
Ich lief mich heute nach dem Startnummernabholen auf dem Parkplatz 20 min lang warm. Da bekommt man im Gegensatz zum Stadionrasen keine nassen Füsse und ist ungestört.
Es waren milde 12 Grad, daher lief ich in kurzer Hose (ausserdem zerreisst die bei einem Sturz nicht wie im letzten Jahr meine 3/4 tight!) und dünnem Funktionshemd mit LT Bittermark Shirt darüber. Eine gute Kleiderwahl.
Nach dem Startschuss und beim Rauslaufen aus dem Stadion befand ich mich ca an 16. Position und lies es ruhig angehen. Zu ruhig allerdings um bei den Ultra-Assen Peter Haarmann und Jens Vieler dranzubleiben. Karl-Heinz Baumann (später im Ziel 56sek vor mir) zog schon nach 1km von dannen.
Nun gut, beim ersten kurzen aber ruppigen Hügel im Feld (km2) an der Autobahn überholte mich Stefan Niemitz der schon den 5km-Lauf gewonnen hatte. Andreas Meisel und Thomas Schimowski waren nach der 2. langen Steigung vor mir. Zum Ende des Anstiegs konnte ich Th.Schimowski überholen und ein paar Meter auf ihn gutmachen. Ein jüngerer Läufer vom LAC Veltins Hochsauerland lief hier unmittelbar vor mir. Die lange Abfahrt hinunter zum Fuss des Bemberg kam Th. Schimowski wie die wilde Wutz an mir vorbeigeschossen, dabei hat er doch so kurze Beine...Hinter mir machte sich Marian Kandora (ASV Iserlohn) schnaufend bemerkbar...
Der Bemberg war auch dieses Jahr wieder rennentscheidend. Der Sauerländer, Th.Schimowski und A. Meisel nahmen kurz vor Beginn des Anstiegs etwas Tempo raus - vielleicht aus Respekt vor dem was kommen sollte - und ich schaffte den Anschluss an die Gruppe. Andreas Meisel wurde von der Gruppe direkt am Fusse der Steigung abgehängt. Thomas Schimowski und ich liefen zusammen den Berg rauf. Der junge Bursche aus dem Hochsauerland war mittlerweile etwas nach vorne enteilt. Johannes Zöllner, der zum ersten Mal überhaupt bei einem Lauf vor mir ins Ziel kam, musste an dieser Steigung sogar gehen ! Dennoch lief er ein bravouröses Rennen heute.
Nach 2/3 der Steigung brach Th. Schimowski (endlich) ein und musste reissen lassen. Den Sauerländer hatte ich nun immer gute 5 - 10m vor mir. Auf der Schlammpasssage über die Wiese und die folgende steile Rampe hinab zur Autobahn waren wir nahezu gleichauf. Ein Blick zurück zeigte mir, dass Thomas Schimowski sich noch nicht geschlagen gegeben hatte. Also musste ich die letzten 1,5km bergab nochmal richtig reinhalten um nicht noch den hart erkämpften Platz zu verlieren.
Im Stadion zog ich nochmal einen 200m Sprint an, kam aber nur bis auf 1 Sekunde an den Hochsauerländer heran. Ich hatte mich blau gelaufen.
Thomas Schimowski und Andreas Meisel folgten dann doch mit deutlichem Rückstand.
Ich wurde 13. gesamt und 2.M35 (wieder mal hinter Andre Müller).

Bei der Siegerehrung erhielt ich einen Bildband über das Märkische Sauerland, den mir Michael Oefler allerdings gegen eine Stirnlampe (die gab es für einen 1.Platz in der AK) eintauschte. Super!
So eine Lampe kann ich super-gut gebrauchen - zum Beispiel zum Mountainbiken und auch zum Laufen. ist ja schon angenehmer wenn man etwas sieht...auch wenn man dabei ausschaut wie ein bergmann unter Tage.
Die Siegerehrung war schon um 16:45Uhr erledigt. Die Zeit bis dahin verbrachte ich plaudernd mit Pete Haarmann und einem kleinen Krombacher-Finisherbierchen.
Ein paar Vereinskollegen vom TTW hatten sich auch nach Elsey "verirrt" - Ich glaube denen hat es heute auch Spaß gemacht.
Die Siegerzeit war 1min langsamer als letztes Jahr, sowie die Zeiten der übrigen Läufer in der Regel auch. Dies war der sehr verschlammten Strecke geschuldet. Aber zeiten sind bei diesem Lauf ja eh Schall und Rauch!

Ergebnisse sind schon da!

trailrunning = neuer Laufboom?

was hat es mit "trailrunning" eigentlich auf sich?
In den 70ern nannte man es "Waldläufe" - Neudeutsch sind daraus "trailruns" geworden.
Wenn ich den Begriff "trail" höre, denke ich eigentlich an schmale Wege in unzugänglichen Regionen mit urwüchsiger Natur drumherum und diffizilen Bodenverhätlnissen.
Sowas gibt es nicht nur auf der Insel Reunion oder in Boulder Colorado- solche Wege findet man auch hier in und um Herdecke, Wetter und Witten.
Die trailrun worlsmasters haben gezeigt, dass man überall -sogar im Ruhrgebiet-abseits von Wegen laufen kann.
In der aktuelle Runner's Worls Ausgabe ist ein trailrun-Schuh-Test.
Trailrunning ist "in" !

Bei trailruns (zum Beispiel der Herbstwaldlauf in Hohenlimburg) treffen unterschiedlichste Läufertypen aufeinander. Bei den Windstopper-Worldmasters hatte ich den Eindruck, dass das Völkchen der trailrun-Enthusiasten eine Gemeinschaft von Outdoor-Markensachen tragenden, entspannt wirkenden Typen ist, die man sich auch gut beim Schneeschuhwandern oder Klettern im Gebirge vorstellen kann. Reinhold-Messner-Typen im positiven Sinne halt.

Der deutsche 10000m Alexander Lubina hatte auf der 35km-Runde des Ruhrklippentrails keine Chance gegen die Berglauf und Waldlauf-Spezialisten, die natürlich auch vorzügliche Läufer sind, allerdings mit anderen Fähigkeiten. Beim trailrun /Waldlauf ist nicht die reine Beinschnelligkeit gefragt, sondern es gilt sich mit wechselnden Bodenbeschaffenheiten auseinanderzusetzen, Kraft für lange und zehrende Bergpassagen aufzubauen, Koordination für heikle Abwärtsläufe und winklige Kurse zu entwickeln und dabei trotzdem schnell zu sein.
Orientierungsläufer, Triathleten, Mountainbiker können hier gute Resultate erzielen obwohl sie von der Papierform langsamer als die Bahnlaufkonkurrenz einzustufen ist.

Der Waldlauf boomt scheinbar im Moment. Wird er die Massenmarathonbewegung ablösen ?
Ich denke eher nicht, denn trailrunning ist auf den ersten Blick unbequem und anstrengender als ein flaches Läufchen um den Hengsteysee. Wenn man aber erst mal den Fuß abseits des Weges gesetzt hat, gibt es kein zurück mehr.
Man entdeckt plötzlich Dinge, die man sonst nicht mitbekommen würde. Bei meinem letzten Crosslauf im Harkortberg (mitten durchs Unterholz) in einem stillen Teil des Waldes wo Wanderer wegen Kyrillschäden nicht hinkommen, habe ich eine frische Rupfung von einem Habicht gefunden und einen Schwarzspecht zu Gesicht bekommen.
Der km-Schnitt ist dabei egal, der Trainingseffekt ist groß, der Spaßfaktor riesig!

Elseyer Herbstwaldlauf 2009 - meine Laufhistorie


In den Jahren 1996 bis 2003 wurden noch 10km gelaufen, die mit gefährlichen Passagen gespickt waren. Ich hätte lieber weiterhin diese "alte" Strecke als die Bembergrunde weiter im Programm gehabt. In 2009 nehme ich zum 10. Mal bei diesem schönen Waldlauf (neudeutsch: trailrun) teil.

Meine Resultate bisher:

1996 36:34min 3.M20 / 14.Gesamt
1997 35:22min 3.M20 / 10.Gesamt
1998 36:58min 8.M20 / 15.Gesamt
1999 nicht teilgenommen
2000 nicht teilgenommen (verletzt)
2001 hatte am 12.11.01 eine OP am rechten Fuß (OS naviculare)
2002 38:31min 5.M30 / 14.Gesamt
___________________________________________________________
2003 37:14min 3.M30 / 8.Gesamt (ab diesem Jahr nur noch 9,5km -Bembergrunde)
2004 zugunsten der Westf. Crossmeisterschaften ausfallen lassen
2005 36:57min 2.M30 / 5.Gesamt
2006 38:16min 1.M35 / 9.Gesamt
2007 20:52min 8.Gesamt (Humpfertlauf 5,4km)
2008 38:21min 2.M35 / 12.Gesamt
2009 39:11min 2.M35 / 13.Gesamt
Im Moment regnet es draussen ziemlich kräftig. Ansonsten ist es milde 12 Grad "warm".
Bestimmt wird K.H. Baumann wieder am Start sein - der ist dort mindestens so oft wie ich gelaufen und er hatte mich meist auch an der 3.Steigung hinter sich gelassen. Wir vergleichen uns schon seit 1996:mal war ich eine Zeitlang schneller, zuletzt war es eher Karl-Heinz. Zur Zeit fühle ich mich bergan durch die langen Waldläufe in den letzten Wochen aber wohler als sonst und ich habe mir vorgenommen, heute bei ihm um jeden Preis anzuklampen. Ein 10km-Lauf muss wehtun und ich bin bereit, mir mal wieder ordentlich die Kante zu geben! Wohlan denn.

Mittwoch, November 11, 2009

Klaus Augustin im Klusenbergwald


Luminita Zaituc im Klusenbergwald


Samstag, November 07, 2009

Bilder World Trailrun Masters

World Trailrun Masters

World Trailrun Masters - Ruhrklippentrail


(Luminita Zaituc als Führende Frau)

Die WM der Trailrunner führte heute durch "meinen" Wald, den Klusenberg (oberhalb vom Hengsteysee)!
Jetzt hat die Runde, die ich schon als Jugendlicher gelaufen bin, sportliche Weihen erhalten und Asse wie Alexander Lubina, Luminita Zaituc und Caitlin Smith beehrten meine Lieblings-Lauf-Runde in meinem Hausberg mit ihrer Anwesenheit :-)
Logisch dass ich da als Streckeposten stehen wollte - was sogar geklappt hat!
Die Orga dieser Veranstaltung war absolut TOP! Bei diesem grossen Event das zum ersten Mal ausgetragen wurde (aber sicher nicht zum letzten Mal, wie mir jemand von der Agentur Plan B verriet) fehlte es wirklich an nichts. Absolut empfehlen
(Tillmann Goltsch, der schnellste Bittermärker)
Dieter Baumann's Kabaret-Stück gestern Abend war auch ganz sehenswert, stelleweise sogar recht amüsant, als er sich selbst auf die Schüppe nahm und von einem Trainingslauf
in einem Kenianischen Dorf berichtete, bei dem er als amtierender Olypmiasieger gerade einmal 86. wurde (5 Plätze hinter dem Militärkoch) und die sogenannten Läufer Must-Have's ad absurdum führte.

Mittwoch, November 04, 2009

Lauf ABC - das A & O für Läufer

Beim Dienstags-Training mit den Triathleten wurden vor den Intervallen technische Übungen (Lauf ABC) geübt. Mann, tat das gut mal wieder ganz nach der alten Schule zu trainieren und ein vernünftiges Aufwärmen mit anschliessendem Technikblock (wie beim Schwimmen) zu absolvieren! Manchmal glaube ich, dss vielen Läufern nicht klar ist, das Laufen auch eine sehr technische Sportart ist. Ich habe selbst schon mal gehört wie mir ein Läufer sagte: "warum soll ich denn meine Technik ändern, wenn ich auch so den marathon unter 3 Stunden laufen kann?!"
Naja, ganz einfach...weil er mit sauberer Technik wesentlich effizienter und letztlich schneller laufen könnte!
Ich werde das lauf ABC jetzt 2 x wöchentlich ins Lauftraining einbinden und damit an meinen Bewegungsabläufen, meienr (Schnell)Kraft und Schrittlänge arbeiten.
Auf Leichtathletik.de gab es mal eine gute Beschreibung von Übungen, die ich hier mal angefügt habe.

Lauf-ABC - Das Alphabet für jeden Läufer
(Quelle:Leichtathletik.de)


Wer als Schüler seine Freizeit in einem Leichtathletik-Verein verbracht hat, ist am Lauf-ABC nicht vorbei gekommen. Zum Glück. Was man auf Kinderbeinen lernt, bleibt meist ein Leben lang. Auch für Sina Schielke ist das Lauf- und Sprung-ABC ein wichtiger Bestandteil ihres täglichen Trainings.„Mit diesen Übungen kann wirklich jeder Läufer seine Laufbewegung perfektionieren“, sagt die schnelle Frau, die für den TV Wattenscheid startet. Ein Grundproblem vieler Langstreckler ist, dass sie laufen und laufen und laufen, dabei aber allzu oft trainingsbegleitende Maßnahmen vernachlässigen. Übungen wie das Lauf- und Sprung-ABC helfen, gewohnte Bewegungsmuster aufzubrechen. Damit betreiben Sie gleichzeitig immer auch Verletzungsprophylaxe. Das A und O beim Lauf- und Sprung-ABC ist die korrekte Bewegungsausführung. Bauen Sie einen Teil der Übungen regelmäßig in Ihr Training ein, im Idealfall wären dies zu Beginn zwei Einheiten pro Woche á 20 Minuten. Keinen Sinn macht es, das Lauf-ABC nach einem langen Dauerlauf durchzuführen, weil ihre Muskulatur dann zu müde für diese schnellkräftigen Übungen ist. Optimal ist es, das Lauf-ABC nach einer kurzen Einlaufzeit dem eigentlichen Training voranzustellen. Sie können dabei auch Übungen kombinieren – zum Beispiel 25 Meter Skippings mit 25 Metern Anfersen. Sie benötigen für das Lauf- und Sprung-ABC nicht mehr als eine ebene, mindestens 50 Meter lange Strecke. Optimal ist ein Untergrund aus Rasen. Viele Übungen können sie im Sommer auch barfuß durchführen, womit Sie zugleich ihre Fußmuskulatur kräftigen. Bestens geeignet für die Übungen des Lauf-ABC ist aufgrund seiner enormen Flexibilität der Nike Free.


ÜBUNGEN:

Skippings
Auf deutsch würde man diese Übung Fußgelenklauf nennen. Aber das tut eigentlich niemand. Es ist wohl die bekannteste Übung des Lauf-ABCs. Sie bewegen sich mit kleinen Schritten vorwärts. Wichtig dabei ist der Abdruck aus dem Fußgelenk. Am Ende der Abdruckphase steht die Fußsohle fast senkrecht (siehe Foto oben). Das Knie heben Sie dabei maximal bis in einen Winkel von zirka 45 Grad. Die Arme unterstützen bewusst die dynamische Vorwärtsbewegung. Beginnen Sie die Übung langsam, achten Sie auf die korrekte Ausführung und steigern Sie dann stetig die Trittfrequenz.

Anfersen
Beim Anfersen versuchen Sie aus dem lockeren Laufen heraus, mit der Ferse das Gesäß zu berühren. Die Vorwärtsbewegung ist dabei gering. Der Oberkörper ist etwas mehr in Vorlage als beim „normalen“ Laufen. Achten Sie darauf, dass die Hüfte „gestreckt“ ist und dass Sie mit dem Vorfuß aufsetzen. Sie können einseitig oder wechselseitig anfersen. Beginnen Sie langsam, die Frequenz sollten Sie erst dann steigern, wenn Sie die Übung gut beherrschen.

Prellhopser
Diese kurzen „Hopser“ aus dem Fußgelenk verbesseren die Reaktivkraft. Achten Sie darauf, im Kniegelenk nur wenig zu beugen, so dass die Kraft zum Absprung nicht der Oberschenkelmuskulatur entspringt, sondern hauptsächlich aus dem Fuß kommt. Die Bodenkontaktzeit sollte sehr kurz sein (wie bei einem prellenden Ball). Ziehen Sie nach dem Absprung die Fußspitze an, landen Sie auf dem Fußballen, die Ferse berührt nur ganz kurz den Boden.

Hopserlauf
Jedes Kind beherrscht den Hopserlauf – ohne, dass man ihm sagen muss, was zu tun ist. Erwachsene müssen diesen Bewegungsablauf lernen, wenn Sie ihn 20 Jahre lang nicht geübt haben. Wenn Sie mit links abspringen, ist dies auch ihr Landebein. Durch einen kurzen Zwischenhopser wechseln sie dann ihr Absprungbein. Nehmen Sie beim Absprung die Arme mit, setzen Sie das Schwungbein intensiv ein, um an Höhe zu gewinnen. Der Oberschenkel sollte bis in die Waagerechte geführt werden.

Kniehebelauf
Der Kniehebelauf unterscheidet sich von den Skippings hauptsächlich durch einen höhen Kniehub. Der Oberschenkel des Schwungbeins kommt dabei bis in die Waagerechte. Die leichte Oberkörpervorlage sowie die Fuß-, Knie- und Hüftstreckung bleiben ebenso wie der Ballenlauf erhalten. Auch hier können Sie die Schrittfrequenz variieren. Allerdings ist eine technisch saubere Durchführung immer wichtiger als die Höhe der Frequenz. Die Arme unterstützen die leichte Vorwärtsbewegung. Der Kniehebelauf ist gegenüber der Fußgelenkarbeit als deutliche Steigerung in Intensität und Schwierigkeitsgrad zu sehen.

Überkreuzen
Diese Übung ist ein Seitwärtslauf, bei dem Sie Ihre Beine in einer Scherbewegung überkreuzen – daher auch der Name der Übung. Das koordinativ Anspruchsvolle an dieser Bewegung ist, dass sie einmal das linke, dann wieder das rechte Beine vornehmen. Auch hier sollten Sie auf einen bewusst kräftigen Abdruck achten. Um die Übung noch dynamischer zu gestalten, können Sie als Variante auch den Oberschenkel des vorderen Schwungbeins wie beim Kniehebelauf bis in die Waagerechte bringen.

Sprunglauf
Für den Sprunglauf brauchen Sie ein paar Schritte Anlauf. Diese Übung ist sehr anspruchsvoll und verlangt eine hohe Körperspannung. Nach dem kurzen Anlauf springen Sie mit dem rechten oder linken Bein ab. Achten Sie darauf, dass das Absprungbein optimal gestreckt ist und das Schwungbein in der Waagerechten steht. Verharren Sie bis kurz vor der Landung in dieser Position. Kennzeichen des Sprunglaufs ist eine hohe Flugbahn. Setzen Sie nun mit dem Schwungbein auf und drücken sie sich gleich zum nächsten Sprung ab. Mehr als 10 Sprünge sollten Sie zu Beginn nicht in einer Serie unterbringen.

Storchengang
Der Storchengang unterscheidet sich vom Kniehebelauf nur darin, dass im Anschluss an den Kniehub der Unterschenkel des angehobenen Beines nach vorne „gekickt“ wird. Dadurch ensteht eine ziehende Laufbewegung. Wichtig dabei: Auch bei der Kickbewegung muss der Oberkörper in leichter Vorlage bleiben.

Sonntag, Oktober 25, 2009

Langer Sonntags-Lauf: heute wieder "Rund um Herdecke"


(Bild: der Harkortbergwald im Herbstkleid vom Harkortberg-Turm aus betrachtet)
Meine wöchentliche Kerntrainingseinheit im Oktober ist ein langer Trainingstag entweder auf dem Rad oder zu Fuß um die Ausdauerfähigkeit wieder zu verbessern, die nach der 3-wöchigen Ruhepause im September darniederliegt.
Innerhalb von 4 Wochen bin ich nun 3 x den Rundweg um Herdecke (26,1km) gelaufen. Beim ersten Mal bin ich schon während des Laufens zugrunde gegangen und musste ab km 20 längere Gehpausen einlegen. Beim 2. Mal klappte es schon besser - ich war zwar nur genauso schnell wie beim ersten Versuch, fühlte mich aber durch die Bank weg besser und kraftvoller. Vor allem kam ich dieses Mal nicht auf dem Zahnfleisch zuhause an.
Heute lag ich bis km 13 ungefähr Zeitgleich mit den ersten beiden Läufen, konnte aber auf den zweiten 13km deutlich kraftvoller und sauberer laufen und war satte 8 Minuten schneller auf dem zweiten Teil in dem es überwiegend durch den Wald (Kermelberg, Wartenberg, Harkortberg) geht und zum Schluss lange und vor allem steile Bergab-Passagen hat. Diese downhill-Streckenteile sind sehr belastend für die Muskulatur - was sich gerade noch nach einem frischen Oberschenkel angefühlt hat, ist im nächsten Moment ein ächzender und schmerzender Muskel.
In den nächsten Wochen werde ich mal wieder die Ruhrklippe ablaufen. Das bringt Abwechslung in die langen Läufe. Die flachen langen Strecken (Richtung Schwerte-Ergste) meide ich erstmal. Ich besinne mich auf die späten 90er zurück, wo ich ausschliesslich lange Waldläufe gemacht habe (1:30h bis 2:30Std) und wo ich besonders stark bergauf -und ab war. Meines Erachtens sind die langen Waldläufe das richtige Mittel um nicht nur Ausdauer, sondern auch Kraft zu schulen. Beim flachen "Schrittesetzen" findet kein besonderer Kniehub statt, der im Wald -bei sich häufig ändernder Bodenbeschaffenheit und Steigungen / Gefällen- viel intensiver geschult wird.
Schaun wir mal am 14.11. was es gebracht hat. Da findet nämlich der Elseyer Herbstwaldlauf statt. Einer meiner jährlichen Klassiker-Volksläufe.

Samstag, Oktober 24, 2009

Heute: Moderner Biathlon am Harkortberg

Die TGH Wetter hatte eine tolle Idee; statt des im November stattfindenden Duathlons auf dem Böllberg ist nun der Harkortberg Schauplatz des 1. Modernen Biathlons in Wetter. Modern deshalb, weil mit Lasergewehren geschossen wird und auch MTBiker (mit eigener Sonderwertung) teilnehmen dürfen.
Mein Start ist um 11:15Uhr...bin mal gespannt, wie es sich so schiesst, wenn der Puls auf 150 ist :-))

Sooo...bin wieder zurück vom Harkortberg.



So ein moderner Biathlon macht schon Spaß. Leider konnte man nicht von einem "Teilnehmerfeld" bei den 5 Startern sprechen. Wahrscheinlich hat das hohe Startgeld von 15€ einige Interessenten abgehalten teilzunehmen. Andere wollten sich wohl für den Cross-Duathlon am Nachmittag aufsparen.
Man sollte von Veranstalterseite aus überlegen, den Biathlon (so er denn fortgeführt werden soll) vom Duathlon zeitlich abzukoppeln (also an einem anderen Tag stattfinden lassen, z.B. im Frühjahr) Zudem muss das Startgeld gesenkt werden!
Die Verpflegung im Ziel war übrigens super: 2 unterschiedliche Sorten warmer Tee, Gummibärchen, Spekulatius, Printen, Bananen warteten auf die Finisher.
Zudem wäre es aus meiner Sicht wünschenswert, eine Langstrecke anzubieten. Ansonsten ist der Spaß ja schon nach 10min vorbei ;-)

Donnerstag, Oktober 22, 2009

VDB ist verstorben


Frank Vandenbroucke ist am 12.10.2009 verstorben.

"Only the Good die young"

ich erinnere mich noch an die Flandernrundfahrt 2003, wo er nach der Tenbossestraat noch nach vorn gefahren ist und im Zielspurt 2. hinter Peter van Petegem geworden ist. Was für ein Rennen! Seine Art zu fahren hat mich dazu bewogen auch im Unterlenker kräftig zu ziehen und zu pushen. Er war eine grosse Inspiration für Rennfahrer und Stilist auf dem Rad! Als Mensch hat er nicht das erreicht was ihm zu wünschen gewesen wäre: Glück und Zufriedenheit und die Ausreifung seines sportlichen Talents.
Ich habe ihn kurz in Brügge vor dem Belfried gesehen als er für Fassa Bortolo fuhr -ohne Helm, mit gegeltem Haar - eine Ikone des Radsports, schon damals.

Er war er letzte "meiner" Helden, die mich an den Radsport herangeführt haben (zusammen mit Johan Museeuw, Nico Mattan, Jan Ullrich, Pantani, Van Petegem, Francesco Casagrande, Paolo Bettini und Michael Boogerd, die ich alle wegen bestimmter Eigenschaften favorisiert habe)
Mittlerweile betrachte ich diesen Radsportzirkus nüchtern und mit dem Abstand der ihm gebührt.

Dienstag, Oktober 20, 2009

Harkortbergrunde

Montag, Oktober 19, 2009

Hurra! Ein neues Fahrrad !!!


Anfang November ist schon Weihnachten :-)
Ich habe mich dazu entschlossen, die Fahrradlose (Winter)Zeit zu beenden und künftig mit einem Mountainbike die heimischen Wälder unsicher zu machen.
So bleibt auch über den Winter die Radmuskulatur "erhalten" und ich sammel km die mir im Frühjahr auf Mallorca helfen werden, den Puig Major in guter Form zu erklimmen.

Vom Spaßfaktor des neuen Sportgerätes mal ganz zu schweigen; Mountainbiken ist FUN pur!
Ich -als alter Crosslauf-Hase - liebte es schon immer durch Matsch und Morast zu rennen; das kann ich künftig mit meinem neuen Cube Analog auch auf Rädern tun !

Samstag, Oktober 17, 2009

Energieverbrauch beim Laufen


(Bildquelle:Welt-online.de)
Jetzt im Herbst/Winter legen wir ja alle ein wenig an Gewicht zu. Es ist ja auch nicht mehr Saison (auch wenn einige Unverbesserliche durchtrainieren) Ich habe in den 3 Wochen in America und Canada ordentlich Gewicht gemacht (im negativen Sinne) und bin jetzt bei unschönen 68kg angelangt. Vorm Ironman lag ich so bei 64kg Wohlfühl -und Wettkampfgewicht.
Nun muss ich mir wieder beim Duschen nach dem Schwimmtraining dumme Sprüche von meinen Mitschwimmern anhören...
Die Mission lautet also: Get slim and trim !
Wie sich der Kalorienverbrauch durch Laufen beeinflussen lässt und warum es egal ist, wie schnell wir eine Strecke laufen , weil der Energieumsatz der gleiche ist, zeigt dieser Artikel von Dr.med Detlef Nachtigall sehr schön.

Eine der auf den ersten Blick verblüffenden Erkenntnisse ist zum Beispiel diese:

Die Laufgeschwindigkeit hat keinen Einfluss auf den Energieverbrauch solange mit unterschiedlicher Geschwindigkeit die gleiche Entfernung zurücklegt wird.

Wesentlich für den Kalorienverbrauch beim Laufen ist die zurückgelegte Laufstrecke, nicht die Laufgeschwindigkeit.

oder:

Um das Körpergewicht zu reduzieren, ist es leichter die Laufstrecke zu verlängern als die gleiche Strecke schneller zu laufen, um den gleichen Kalorienverbrauch zu erreichen.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Mittwoch, Oktober 14, 2009

Schwimmen heute a la Phelps

-300m einschwimmen
-8x50m einarmig schwimmen (dabei beachten: über Wasser entspannen,unter Wasser mit Druck ziehen)
-100m Rücken altdeutsch
-2x50m Kraul Beine (25 nur beine/25m ganze Lage)
-2x50m Delphin Kicks (wie oben)
-10x25m Kraul ganze Lage ohne atmen (bzw mit möglichst wenig Atemzügen)
-850m ganze Lage mit Pullbuoy
-25 Spurt (kontrolliert hoher Ellbogen, Entspannung/Anspannung)
=2125m insgesamt

Inspiriert von einem Michael Phelps Video das ich auf youtbue gesehen habe, bin ich schön tief abgetaucht nach der Wende und mit Delphinkicks möglichst weit unter Wasser geschwommen. heute war Schön-Schwimm-Tag.

Sonntag, Oktober 11, 2009

Lieto on the run start


es war eine lange Internet-Triathlonnacht (bis kurz nach 3Uhr) Nach den ersten 4 Männern bin ich ins Bett gegangen. Heute morgen habe ich dann nachgelesen, dass meine vereinskollegen Klaus und Dirk in 10:36h bzw 10:29h gefinisht haben. Wahnisnn! Sie haben nochmal alles gegebn um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen und es hat funktioniert. Dirk ist sogar genauso schnell gelaufen wie der ehemalige Sieger Luc van Lierde (3:29h) !
HAwaii bleibt ein Traum...oder ich muss mal wirklich ernsthaft an meinem Laufen arbeiten, um mich zu qualifizieren :-)

Chrissie on her way to a new stunning bike record...


Samstag, Oktober 10, 2009

Rund um Herdecke (again)


Heute hat's wirklich nur geschüttet ! Aber es hat auch Spaß gemacht die 26km (zum 2.Mal) zu laufen. Die Runde ist unheimlich abwechslungsreich und anspruchsvoll. Ich war wesentlich fitter und viel erholter nach dem Lauf als vor einer Woche; Beim nächsten Mal schaffe ich es ohne GEHpausen ;-)

mehr Bilder vom heutigen Lauf hier !

Ironman WC Hawaii


the race is on...und Faris Al Sultan fährt mutig nach vorne und führt zeitweilig das Rennen an!
Ein Hoch auf das Internet; es wird eine lange Nacht werden :-)

Sonntag, Oktober 04, 2009

Unsere Besten ;-)





Samstag, Oktober 03, 2009

Lauf "Rund um Herdecke"


Spontan hatte ich heute Lust auf einen langen Lauf. Wenn ich vor die Haustür trete ist mir ja oft noch nicht klar, wo es hingehen soll. Das ist das Schöne wenn man ohne Trainingsplan "trainiert". Man kann sich selbst noch überraschen!
Seit einigen Monaten liegt bei mir ein Heftchen vom Sauerländischen Gebirgsverein herum, in dem der neu ausgewiesene Rundwanderweg "um Herdecke" vorgestellt wird.
Seit längerem habe ich drüber nachgedacht, diese Strecke, die meinen Hauswald (Klusenberg) mit dem Harkortberg und dem Arenberg (Grenze zu Witten) verbindet abzulaufen.
Heute war ich dann bereit, dachte ich mir. Erst kurz aus Kanada zurück, musste ich mich ans Laufen erst wieder gewöhnen und vor allem auch ein bischen abspecken (68kg...)
Entsprechend schwer fiel mir dann auch der 2.Teil des Laufs. Nahc 1:59 Stunden waren die Akkus leer und ich musste spürbar an meine Reserven. Die Strecke führt durch viel Wald, teilweise auf Wegen die ich noch nie begangen habe und war eine echte Entdeckungstour weil ich immer nach dem Symbol weisses "H" auf schwarzem Grund Ausschau halten musste.
Zuhause angekommen war ich ganz schön kaputt denn die Strecke ist nicht nur hügelig, sondern teilweise schon als bergig und crossig zu bezeichnen. Auf Map-my-Run online nachgemessen, kam ich auf volle 26km (trotz eines kleinen Schlenks am Gut Schede, den ich ausgelassen habe) Genau das Richtige um an einem kühlen trüben Herbsttag gute Laune zu bekommen.

Samstag, September 26, 2009

Aloa!

Jeden Oktober ist es wieder so weit: Der Triathlon auf Kona, Hawaii-seines Zeichens die Weltmeisterschaft in unserem Dreisport- und für viele Nicht-Triathleten (non-believer) das Einzige was sie von unserem Sport kennen(war das nicht das mit dem Gewehr und dem Skilaufen? Jetzt müssen die auch noch schwimmen??)ist oft nur die Veranstaltung auf Hawaii, der Ursprung des Triathlons. Hawaii lädt erneut zum multiglobalen Kräftemessen der Besten ein. Während hierzulande das Oktoberfest die Sinne vernebelt, rauschen die Nachfahren Eddie Aikau's durch die tubes der gigantischen Wellen am Kailua Bay und rüsten sich die Hoteliers dem Ansturm der Best-of-the-best Athleten.
in Kona kommen nur Athleten an den Start die sich qualifiziert haben.

(Bild:Fernanda Keller auf dem Cervélo P3)
Manch einer versucht sein Glück in der Teilnahme an einer Lotterie und will so einen der begehrten slots ergattern, die er / sie aus eigenem Leistungsvermögen nicht erringen könnten. Aus unseren Reihen haben es Klaus Böde und Dirk Strothkamp aus eigener Kraft geschafft, als Beste Ihrer Altersklassen sich zu qualifizieren.

Am Flughafen geben sich die Finishershirt-tragenden Veteranen und die eher dezenter auftretenden Profis ein Stelldichein. Wird Chrissie Wellington als neue Queen of Kona auf dem Queen Kaahumanu Highway den anderen Pros davonfahren wie schon in Roth in diesem Sommer? Wer kann bei den Männern Akzente setzen?
Wir werden das Rennen live und übernächtigt vor dem Fernseher verfolgen denn vielleicht huscht ja sogar einer unserer Vereinsbesten die sich qualifiziert haben durchs Bild - wer weiss ?Back to the Roots. Der Ursprung unseres liebsten Zeitvertreibs liegt hier auf Hawaii - ich erinnere mich an die Momente vor dem Fernseher in den 80ziger und Neunziger Jahren, als Mark Allen den aufstrebenden Deutschen Thomas Hellriegel noch kurz vor dem Ziel abfangen konnte, als Dave Scott mit über 40 Jahren 1994 seinen letzten IM als Gesamtzweiter beendete, als Wendy Ingraham und Sian Welch ihr Krabbelduell zur Finishline hatten...und zwischendurch die Agegrouper gezeigt wurden, die mit aufrechter Brust und tiefem Pathos die Worte sprachen "I am an Ironman!"
In diesen Momenten wünschte ich mir in meinem sicheren Sessel vorm Fernseher sitzend, ein Teil dieser faszinierenden und gleichzeitig unheimlichen Selbstprpfung zu werden. Auch ich wollte diese Worte eines Tages sagen können und mir dadurch selbst beweisen, dass ich zu Ausserordentlichem im Stande bin.

Wir vergessen schnell in diesen Tagen -wo es ein Vielfaches an erfolgreichen Finishern im Gegensatz zu den 90er und 80er Jahren gibt -als Triathleten noch eine schräge Spezies mit schlechtem Bekleidungsgeschmack waren, dass dreistellige Finisherzeiten nicht normal sind und ein 12-Stunden Finisher nicht schon als Breitensportler betrachtet werden sollte, dass die Teilnahme an einer Langdistanz immer noch ein Abenteuer mit vielen Unwägbarkeiten ist. Es ist für alle Teilnehmer ein langer Tag (egal ob 9:30 oder 14 Stunden) an dem wir uns selber oft den Spiegel vorhalten müssen und alle Maskeraden von uns abfallen. Was wir dann sehen ist nicht schön. Die Distanz muss bewältigt werden - und wir schaffen es nur wenn wir erkennen dass unser Sport auch ein hässliches Gesicht hat.
Wenn wir uns diesem Anblick gestellt haben - uns beim Schwimmen übergeben haben, Krämpfe beim Laufen aus den Oberschenkeln haben drücken lassen und beim Radfahren vor Unterzuckerung aus dem Sattel gekippt sind- dann kann es weitergehen und wir werden finishen.

Was wir mitnehmen in unser Hotelzimmer und später in den Tagen danach ist eine tiefe innere Zufriedenheit die bleibt, ein bischen Stolz und Geschichten die wir den aufmerksamen Newbies und Rookies beim Training erzählen können auf die Gefahr hin, dass wir immer besser gewesen sind je älter wir werden.

Unseren Vereins-Hawaiistartern, Klaus Böde und Dirk Strothkamp alles erdenklich Gute und kommt wieder heim mit vielen Eindrücken & Geschichten für das Wintertraining,

Hang loose

Montag, August 31, 2009

First time-Trifinish!


Sportfreundin Karen hat gestern in Hagen ihren ersten Triathlon gefinisht! Herzlichen Glückwunsch !
Karen hatte eine gute Grundlage im Schwimmen, ist immer schon gelaufen ...nur die Sache mit dem Radfahren war so ein Ding. Bei vielen Triathlonveranstaltungen -auch solchen die sich "Jedermann" oder "Volks"triathlon nennen, ist eine Tendenz zum Professionalismus zu erkennen. Die "Jedermänner" kommen mit Rennrädern oder sogar Zeitfahrmaschinen angereist, die mehrere Tausend Euro kosten.
Oft sind sie dann auch entsprechend trainiert. Sieger einer solchen Veranstaltung wird oft irgendein Athlet, der auch in einer der Triathlonligen startet.
Das hat mit Jedermannrennen nichts mehr zu tun.
Meinen Respekt haben die Teilnehmer, die sich auch mit 7-Gang Nabenschaltung und Citybike an den Start begeben um sich der Herausforderung und dem Erlebnis Triathlon zu stellen.
Der Grundgedanke usneres Sports beinhaltete kein Wettrüsten in Sachen Aerodynamic, sondern ein Kräftemessen
mit "normalem" Equipment. Karen schlug sich achtbar und konnte andere Teilnehmer (meine Staffelkollegen beispielsweise) dazu inspirieren, im nächsten Jahr selbst einmal die komplette Distanz unter die Füsse zu nehmen.

Mir hat es auch supergut gefallen; in Hagen habe ich wieder viele nette Leute getroffen und bin selbst als Staffelschwimmer unterwegs gewesen.
Morgen fliege ich nach Canada. Das Schwimmen im Annener Freibad war also heute mein letzter Freibadbesuch in diesem Jahr. Bin beinahe etwas wehmütig...Über 3 Wochen lang werde ich jetzt keinen Sport mehr machen. Das ist das echte Saisonende. Ab Oktober will ich mit lockerem Lauftraining in die Grundlagenvorbereitung einsteigen.
Ach, war das ein super Sportjahr 1009 ....! Ich freue mich schon auf die TTW-Fete am 01. oder 02. Oktober.
Cheers, Marcus

Montag, August 24, 2009


Mittlerweile schwimme ich nur noch. Gelaufen bin ich in den letzten Wochen jeweils nur anlässlich der Triathlonwettkämpfe. Von Radtraining kann man bei mir auch nicht wirklich sprechen.
Klaus Kordel sagte heute so treffend: "Das Gute am schwimmen ist, das einem im Sommer immer schön kühl im Wasser ist und im Winter hat man es muckelig warm im Hallenbad!" Recht hat er!
Vielleicht schaffe ich es noch die "Henriette Davidies Classic" mit Bernd diese Woche zu fahren. Morgen geht's nochmal in den Pool, Mittwoch, Donnerstag oder Freitag könnten wir diese Tour machen, die bereits Klassikerstatus in meinem sportlichen Jahresablauf erlangt hat.
Nächste Woche bin ich schon im Yellowstone Ntl. Park und dann hat es sich die nächsten 3 Wochen ausgesportelt....

Sonntag, August 23, 2009

Seniorenligatageserfolg und GESAMTSIEG in Hennef


What a day!
Je älter die Saison, desto besser werden wir alle. Beim 1.Hennefer Siegtal Triathlon ging's heute buchstäblich um die Wurst! Punktgleich mit den Bronnys (bronny.de team Bonn) musste heute die Entscheidung fallen, wer die beste Mannschaft von 28 teilnehmenden Teams in dieser Saison sein würde.
Verdient hätten es beide Mannschaften, denn die Bronnys waren auch an den Rennen, wo das triathlon Team Witten I den Tagessieg errungen hat jeweils immer nur ganz knappe Zweite.
In Saerbeck, wo sie Dritter vor dem 5.platzierten TTW wurden, hätten sie die Chance gehabt, den Sack zu zu machen. Aber an dem Tag waren alle Teams Urlaubs -und Ironmangeschwächt.

In Hennef wurde heute zum ersten Mal ein Triathlon ausgetragen. Dafür klappte alles reibungslos. Mal abgesehen davon, dass niemand so recht verstanden hatte wofür die Wertmarken wirklich gedacht waren (es hiess die sollten beim Schwimmstart abgegeben werden ?! Wozu?) und die Bändchen die in der Laufrunde verteilt wurden, schlussendlich gar nicht kontrolliert wurden, lief alles glatt und auch die Siegerehrung fand zeitnah und unter grossem Publikumsandrang auf dem Marktplatz statt.

Schwimmen

Es war ein Dreieckskurs im Allner See zu schwimmen. Die Starter konnten sich breit aufstellen und das gefürchtete Hauen & Stechen blieb aus.
In der 2. Schwimmrunde, kurz vorm Ziel hatte ich eine Beinahe-Kollision.....mit ein paar Enten !
Die kamen von links her angeschwommen (also im toten Winkel) und ich hatte eindeutig Vorfahrt. Bevor ich Mama Ente aber einen Watschen geben konnte, flatterte sie auf und davon. Ihre Nachfahren ebenfalls; man was habe ich mich erschrocken (die Enten aber bestimmt auch)

Die Schwimmzeit wurde erst beim Verlassen der Wechselzone mit dem Rad gemessen, so dass bei meinen 26:45min stark davon auszugehen ist, dass die Strecke deutlich kürzer als 1500m war.
Holger Brandt stand schon an seinem Rad als ich zu meinem Stellplatz joggte. Michael Josch muss knapp hinter mir aus der Wechselzone gekommen sein denn seine Schwimm/-Wechselzeit ist insgesamt langsamer als meine gewesen.

Radfahren

Auf dem Rad kam ich heute besonders gut zurecht. Am Anfang der Radrunde ist ein 2,5km langer Anstieg mit Serpentinen hochzufahren. Oben geht's dann wellig weiter (siehe Profil)


Willi Willner vom PV Tri Witten holte mich nach etwa 5km ein (war der etwa auch langsamer geschwommen als ich?!) Ich lies ihn aber nicht wegfahren und wir bekamen alsbald Gesellschaft von Andreas Rehn, der mir letztes Jahr in Rheine noch 4min auf der Radstrecke aufgebrummt hatte. Roman "the Rominator" Dülks von den Krefeldern schoss nach 15km an mir wie mit Raketenantrieb vorbei...keine Chance dranzubleiben...Willi und ich arbeiteten sauber zusammen und zum Ende der Radstrecke schaffte ich es sogar während der Fahrt aus meinen Schuhen zu schlüpfen und auf den Schuhen stehend zur WZ 2 weiterzufahren. Das war die richtige Methode um den langen Weg zur Wechselzone zügig zurücklegen zu können.
Als ich gewechselt hatte und loslief lagen Michi Josch, Klaus Böde (den hatte ich bei km 8 überholt) und M.Gebauer, sowie Kai Moldenhauer hinter mir. Marcus Klönne, Holger Brandt und Bernd kamen in 30 sek-Abständen aus der Wechselzone gelaufen, als ich noch auf den letzten Radmetern war.

Laufen

Willi Willner vom konkurrierenden Nachbarverein PV konnte ich bereits nach dem Verlassen der WZ 2 nicht mehr halten. Coach Thomas Fehrs rief mir Platz 28 zu. Super!
Nach 1,5km stampfte Michael Josch an mir vorbei. Ich brüllte ihm nach, das er Gas geben sollte. Wo kommen wir denn hin, wenn solche Triathlongranaten wie er mich erst auf der Laufstrecke einholen ?
Bei km 8 holte mich Klaus Böde ein (2.schnellste Laufzeit mit 39:50min!) Gemeinsam schafften wir es noch den 4. Mann der Bronnys, Winni Penno (seines Zeichens ebenfalls ein guter Läufer) auf Distanz zu halten und kamen auf den Plätzen 23 und 26 ins Ziel. Marcus Klönne der eine solide Schwimmzeit hatte fuhr heute besonders gut Rad und machte mit der schnellsten Laufzeit (38:13min!) alles klar. Der Gesamtsieg war ihm mit 2min Vorsprung vorm Zweitplatzierten nicht zu nehmen. Herzlichen Glückwunsch, Marcus !!
Das ist in diesem Jahr meine beste Seniorenligaplatzierung gewesen und das im Bestbesetzten Feld der Ligaserie. Ich bin stolz und froh, dass ich zusammen mit meinen Kollegen der 2. Mannschaft einen Beitrag leisten konnte, die bronnys letztlich zu schlagen und Tabellenerster zu werden !!
Einer der Bronnys kassierte noch eine Zeitstrafe....Da sieht man wieder: Verbrechen lohnt sich nicht !
;-))

Schade eigentlich, dass die Ligasaison jetzt vorbei ist....jetzt wo ich gerade gut werde und es richtig Spaß macht :-)

Ligaergebnis 1. Hennef Siegtal Triathlon

Einzelwertung Seniorenliga Hennef Triathlon

Mittwoch, August 19, 2009

Swim clinic - Das Saisonende naht


Diese Woche bin ich bereits 3x geschwommen ! Das wird mit dem Start in Hennef am Sonntag eine meiner umfangreichsten Schwimmwochen werden.
Mit dem Rennen am Sonntag, das der Abschlußwettkampf der Seniorenliga ist, ist meine Triathlonsaison 2009 beendet. Es war die umfangreichste und erlebnisreichste und bei weitem erfolgreichste Saison meines Lebens :-)
Ich bin in 3 verschiedenen Ligen gestartet (Landesliga, Seniorenliga und Regionalliga) und habe eine erfolgreiche Langdistanz gefinisht. neue Bestzeiten im Schwimmen gab es gleich mehrfach, neue Streckerekorde bei diversen Rennen ebenfalls. Eine neue Radbestzeit über 40km bin ich auch gefahren.
Mit meinen Mannschaftskameraden Hardy und Bernd bin ich Deutscher Vizemeister der Amateure (AK 30-35) geworden.
Mehr geht nicht.

Ich freue mich auf die Off-season und den kommenden Urlaub. Ab November beginne ich dann mir neuen Grundlagen zu erarbeiten. Das Laufen fehlt mir derzeit nicht. Meine neue Liebe ist das Schwimmen. geworden - wer hätte das gedacht? Ich am allerwenigsten.

Sonntag, August 16, 2009

Hückeswagen, Sprinttriathlon, Abschlußwettkampf Landesliga Mitte


Kurzfristig sprangen Bernd und ich als Verstärkung für die Landesliga Mitte als Verstärkung ein, da diese noch die Option für einen Aufstieg in die Verbandsliga hatte.
Heute wäre ich gerne 750m statt 500m geschwommen, denn die Bevertalsperre ist mein Lieblingsschwimmgewässer. Klar , sauber und frisch - da nimmt man geren mal einen Schluck!
Die Schwimmstrecke führte zu einer Boje hin, um die links herum geschwommen werden musste und dann ging es im steilen Winkel direkt zum Schwimmziel zurück. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier wirklich um eine korrekt vermessene Schwimmstrecke handelt. Dem Augenschein nach erschien mir die Strecke zu kurz.
Nach dem Startschuß legte ich mit einem Sprint los und schwamm eine 4er Atmung an . Ich befand mich am linken Rand des Feldes und machte keine Extrameter. Die Orientierung klappte gut, an der Wende büsste ich keine Plätze ein und der Rückweg war kraftvoll und flott.
Nach 8:01min verliess ich das Wasser nur 4 Sekunden hinter Johannes Musebrink, den ich schon beim Überführungslauf hoch zur Wechselzone überholte.
Trotz Sprintdistanz zog ich mir Socken an und brauchte 30 Sekunden länger als Matze Weckelmann, den ich eigentlich vor mir aus dem Wasser erwartet hätte.
Da der Hückeswagener Radkurs hügelig ist fuhr ich heute auf dem Cervélo und fand schnell meinen Rythmus. Matze holte mich recht bald nach dem ersten längeren Anstieg ein und fuhr dann auch weg. Thomas Rypalla und einige Konkurrenten anderer Teams holte ich nach etwa 8km ein und attackierte sofort, weil gerade eine flachere Passage befahren wurde.
Auch mein 2. Wechsel war schlecht, mein Rad fiel um und ich verbrachte wertvolle Sekunden damit, es immer wieder in die Halterung zurückzustellen.
So ging Thomas R. dann auch kurz vor mir auf die Laufstrecke. Der erste km ist der eigentlich schwere part dieses Laufkurses, ab km 2 geht es nur noch lang bergab zum Sportplatz, so dass ich zusah, hier oben bereits möglichst mit Druck zu laufen und Konkurrenten zu überholen. Thomas überholte ich nach ca 1km und einige weitere Athleten unter anderem auch Lars Wenzel aus meiner Mannschaft (bei km3), den ich stärker eingeschätzt hätte.
Ins Ziel lief ich mit Sportsfreund Arthur Woloszyn von den Ergster Triathleten, der nächstes Jahr ebenfalls für das TTW starten wird und wir liefen Hand in Hand ins Ziel ;-)
Fazit: Hückeswagen bietet immer wieder die Kulisse für einen schönen Wettkampf - heute für mich mit einem solidem Ergebnis, (13.Gesamt in der Landesliga, 33. Schwimmzeit, 13. Radzeit, 9.Laufzeit) der leider viel zu schnell vorbei war.

Sonntag, August 09, 2009

Rheine, Channel-Triathlon Seniorenliga


(oben v.lks: Michael Josch, Ich, Jan Fehrs, Hardy Dinklage, Marcus Klönne-unten:Kai Moldenhauer, Bernd Fahrenson, Holger Brandt, Martin Schmidt)


Hier kommt mein persönlicher Erlebnisbericht:
Gut dass der Start in Rheine erst am Nachmittag stattfindet...nach der Feier des 40. Geburtstages meiner Schwägerin war ich morgens noch mit reduziertem Allgemeinzustand aufgewacht. In Rheine angekommen, freute ich mich erstmal auf ein Wiedersehen mit meinen Freunden Marcus Klönne und Bernd Fahrenson und den anderen Seniorenligastartern. Nach der Langdistanz in Roth war ich vom Kopf her eigentlich mit der Saison schon durch, aber 2 Starts sind im August noch angesetzt, dann kommt die verdiente Herbstpause...

Schwimmen:
Relativ weit vorne in der 3. Reihe platziert, hielt ich mich zunächst tendenziell nach rechts (es wurd auf der linken Kanalhälfte hochgeschwommen und auf der anderen Uferseite zurück) Ich habe selten eine schlimmere Klopperei beim Schwimmstart erlebt wie gestern im Dortmund-Ems Kanal.
Nach 5min war das Feld einigermassen sortiert und ich zog mit langen Zügen gut durchs Wasser. Ab und an schwamm ich zu einem Schwimmer auf und konnte seinen Wasserschatten nutzen. Nach ca 500m schwamm ich auf einen Schwimmer mit fleischfarbener Badekappe (=Glatze) auf und wusste dass dies Holger B. war. Beim Regionalligastart in Steinbeck war ich 15 Sekunden nach ihm aus dem Wasser, was Holger etwas schockiert hatte, da ich ja für meine Schwimmschwäche bekannt bin - diesmal hatte ich ihn schon im Wasser eingeholt. An der Wende kamen wir zeitgleich an und Holger erkannte mich auch. Hier gab es auch wieder kurz ein Hauen und Stechen.

Schwimmen und Kotzen

Ich nahm einige unfreiwillige, kräftige Schlucke aus dem Kanal und mir wurde prompt übel. Beim Ausatmen musste ich mich zweimal übergeben, machte mir aber keine Sorgen, weil ich dennoch kontrolliert weiterschwimmen konnte. Nach 1300m machte Holger einen Vorstoß den ich kontern konnte und 100m vorm Ziel griff ich meinerseits Holger an und konnte mich absetzen - ich habe es zum ersten Mal geschafft vor Holger aus dem Wasser zu kommen was für mich bedeutet, dass mein Schwimmen heute zumindest sehr solide war. Als 38. von 98 Startern lief ich dann 6 Sekunden vor Holger über die Matte und wechselte zum Radfahren. Teamkollege Kai Moldenhauer kam zum Rad als ich loslief und auch Stefan Stolecki war dieses Mal gute 40 Sekunden nach mir aus dem Wasser entstiegen. Er hat sich allerdings ebenfalls zum Vorjahr im Schwimmen verbessert.

Radfahren:
Nach langsamen Wechsel ass ich auf dem Rad direkt einen Powergel und stellte nach etwa 500m Fahrt fest, dass mein Tacho stillstand. Mit ein wenig Fummelei während der Fahrt an der Gabel schaffte ich es ihn zum Laufen zu bekommen und mir fehlt so ca 1km auf dem Tacho. Ich hatte glücklicherweise einen Athleten des Tri Power Rhein Sieg (Michael Armbrust) bei mir, der sich mit mir auf dem Rad die Arbeit teilte und wir schafften es gemeinsam durch Wechsel in der Führung einige Athleten einzuholen. Roman Klinkert und Andreas Rehn (beide SSF Bonn) der mir heute nicht die Klasse auf dem Rad zu haben schien wie noch in Bonn, zogen an mir/uns vorbei und ihr Tempo war mir zu hoch, als das ich es hätte mitgehen wollen. Hätte ich es getan, wäre ich wohl auch noch zu Holger aufgefahren, denn diese 3 bildeten später eine Gruppe, die ca 40Sekunden vor mir immer in Sichtweite fuhr.

Radbestzeit im Triathlonrennen

Der Kurs in Rheine ist absolut flach und eine echte Drückerstrecke. Heute war es nahezu windstill und das Tempo unglaublich hoch. (>39km/h im Durchschnitt!) Das war heute einer meiner schnellsten bikesplits (vielleicht sogar mein schnellstes bike-Ergebnis in meiner Triathlonkarriere überhaupt) aber ich fuhr wohl doch etwas über meine Verhältnisse, denn das Laufen heute war alles andere als leichtfüssig.

Laufen: ein einziger Krampf

Natürlich hatte Marcus Klönne die schnellste Laufzeit :-) Aber mit 39:05min deutet sich an, dass die Laufstrecke etwas länger als 10km war. Meine 45:37min sind auch kein gutes Ergebnis. Ich lief etwa 5min langsamer als 2008. Das war die Quittung für das harte Radfahren zuvor...Unterwegs bekam ich Bauchkrämpfe (das Kanalwasser liess grüssen) und ausserdem noch Hunger. Bis dahin nur 1 1/2 Brötchen, 1 Banane und 2 Powergels an dem Tag gegessen.
Roman Klinkert, den ich in der ersten Runde nach dem Radfahren zurücküberholt hatte und später auch Stefan Stolecki (Rückenwind Geckos) musste ich beide kampflos vorbeiziehen lassen, da meine Akkus nach 8km leer waren. Ausserdem war meine maue Laufperformance sicher auch dem wenigen Lauftraining in den Wochen zuvor geschuldet.
Platz 33 in der Seniorenliga ist ein ordentliches Ergebnis. Ich verbesserte meine Gesamtzeit von 2:13:05 auf 2:12:33 h und bin damit zufrieden.

(Oben-Ohne-Poser-Foto)

Bildergalerie des Wettkampfs